Entwicklerblog SN: Revolution

  


Spieleinführung (1): Überblick und Spielziel

Als Spieleautor steht man oft vor der Aufgabe, sein Spiel erklären zu sollen. Ganz kurz natürlich. Ohne das Spiel vor sich zu haben, ist das noch kniffeliger. Damit ihr aber schon mal wisst, wie „Steam Noir: Revolution“ spieltechnisch funktioniert, werde ich über fünf Beiträge hinweg das Spiel in seinem momentanen Entwicklungsstand erklären. Ich bin gespannt auf eure Fragen und Kommentare!

Erster Schachtelentwurf von Felix. Hier wird sich bis hin zum Format noch vieles ändern.

Erster Überblick

Im „Steam Noir: Revolution“ revoltieren fünf Bevölkerungsgruppen („Fraktionen“) gemeinsam gegen den Kaiser. Aber nur eine von ihnen wird am Ende das Ruder übernehmen. Wenn der Kaiser die Revolution nicht doch noch niederschlägt.
Am Anfang erhält jeder Spieler eine Siegerkarte, die ihm vorgibt, welcher Fraktion er zum Sieg verhelfen soll. Jeder Spieler kennt nur seine eigene Siegerkarte.

 

Siegerkarten-Rückseite (Prototyp)

 

Das Spiel geht über zwölf Runden („Wochen“), in denen die Spieler aus ihrer Kartenhand jeweils drei Karten ausspielen. Davon wird immer eine für spätere Wertungen beiseite gelegt – dazu später mehr. Bei Spielende decken alle ihre Siegerkarte auf und es werden die Wertungskarten jeder Fraktion sowie des Kaisers zusammengezählt. Nun entscheidet sich, wer Januskoogen in Zukunft regiert – und wer das Spiel gewinnt. Wie bei realen Revolutionen ist das aber nicht so einfach …:

 

Der Sieger

Zuerst wird festgestellt, ob der Kaiser die Revolution niedergeschlagen hat. Das ist der Fall, wenn er die höchste Gesamtstärke vorweist. Dann gewinnt der Spieler, dessen Sieger-Fraktion am schwächsten ist – Duckmäusertum und Verrat zahlen sich eben manchmal aus.

 

Ist auch nur eine Fraktion stärker als der Kaiser, wird dieser abgesetzt und die Zukunft Januskoogens bestimmt die stärkste revolutionäre Fraktion. Normalerweise. Aber auch das ist noch nicht sicher, denn erfolgreiche Revolutionäre sind oft die neuen Diktatoren. Daher wird eine Fraktion, die mit zu vielen Punkten Vorsprung die Herrschaft übernimmt, sofort wieder gestürzt und das Spiel gewinnt die zweitstärkste Fraktion!

 

Auf welche dieser Möglichkeiten ihr hinspielt, wird sich während des Spiels womöglich ändern, daher ist es wichtig, sie zu kennen, bevor es losgeht. Bis zum nächsten Beitrag!

 

Daniel

Spieleinführung (2): Spielmaterial und Vorbereitung
Spieleinführung (3): Spielablauf in „Wochen“


Kommentare

  1. Metrissimo 25.11.2012

    Woah!

    Das klingt schon mal sehr spannend. Gerade, dass am Ende noch Alles kippen kann. Ich sehr auf die Spieldynamik und das Verhältnis Glück zu Taktik/Strategie gespannt.

    Beste Grüße
    Dimitar 🙂

  2. Dominik Weber 25.11.2012

    Klingt super!

    Tolle Idee! Die Problematik des Revolutionsbegriffs (lt. revolvere: zurück(!)rollen, bzw. aufrollen) und die Schwierigkeit, eine Revolution „zu Ende“ zu bringen spiegeln sich da recht einfach und ziemlich genial schon in den multiplen Spielzielen wider, die ihr hier beschreibt. Bin gespannt auf mehr!

    Liebe Grüße
    Dominik

  3. Steam Noir - » Spieleinführung (4): Auch das noch: “Zeitweilige Unterstützungen”! 17.12.2012

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