Entwicklerblog SN: Revolution

  


Spieleinführung (4): Auch das noch: „Zeitweilige Unterstützungen“!

Nachdem der grobe Ablauf einer Woche soweit klar ist, fragst du dich womöglich, wofür die anfangs erwähnten Karten für „zeitweilige Unterstützung“ gut sind. Zumindest war das bei meinen Erklärungen in Spielgruppen stets die zu diesem Zeitpunkt gestellte Frage.

 

Zeitweilige Unterstützungen:

Ganz einfach. Das Spiel wird über 12 „Wochen“ (Runden, in denen die Spieler je drei Karten ausspielen …) gespielt. Diese sind unterteilt in 3 „Monate“ zu 4 Wochen. In Januskoogen ist aber nicht ständig Februar, ich habe mir das einfach nur einfach gemacht.

Da man in revolutionären Zeiten nicht weit kommst, wenn man ausschließlich auf ein Pferd setzt, hast du extra 5 Karten „zeitweilige Unterstützung“ – eine pro Fraktion. Damit setzt du wie beim Pferderennen zu Beginn jedes Monats auf diejenige Fraktion, die nach deinem Dafürhalten die besten Chancen hat, für diesen Monat die stärkste Fraktion zu werden. Erweist sich deine Einschätzung als richtig, erhältst du am Monatsende sechs zusätzliche Revolutionspunkte. Liegen mehrere Spieler richtig, werden die sechs Punkte gleichmäßig aufgeteilt.

„Und woher soll ich das wissen?“ höre ich dich fragen. Nun, hohe Karten einer Fraktion auf der Hand zu haben, hilft natürlich. Darum heißen die Karten ja „zeitweilige Unterstützung“, und nicht „Lotto-Schein“. Auch ein Blick auf die bisherigen Wertungen gibt durchaus Hinweise. Hat nämlich eine Fraktion erst sehr wenige Karten oder noch gar keine dort liegen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Spieler eine Woche gemeinsam zu ihren Gunsten spielen, da sie ja „ungefährlich“ ist (und sich jeder Revolutionspunkte ausrechnet). Und eine Ahnung davon zu haben, welche Fraktionen von den Mitspielern bevorzugt wird, wäre ebenfalls nützlich. Wenn sie nicht geblufft haben.

Dummerweise musst du nach jedem Monat deine soeben genutzte Karte „zeitweilige Unterstützung“ abgeben. Du kannst also pro Spiel jede Fraktion nur einmal „zeitweilig unterstützen“.
Die so erhaltenen Punkte sind natürlich wichtig, denn alle im Spiel erhaltenen Punkte (auch die am Ende der Wochen gewonnenen) zählen schlussendlich zu den Kartenwerten deiner „Sieger“-Fraktion dazu.

Womit wir bei einer der gemeinen Feinheiten des Spiels wären: Hast du nämlich vor, den Kaiser zu unterstützen und die Revolution scheitern zu lassen (zur Erinnerung: Dann gewinnst du nur mit der schwächsten Fraktion), musst du natürlich Punkte vermeiden! Was bedeutet, dass du eine Fraktion „zeitweilig unterstützen“ solltest, die deiner Ansicht nach auf gar keinen Fall die stärkste des Monats wird – sonst bekämst du ja Punkte!

 

Das klingt nach Hirnverzwirbelung? Keine Angst. Erstens war’s das regeltechnisch schon, und zweitens geht es im letzten Teil meiner Spieleinführung um das, worauf es wirklich ankommt: Den Spielspaß.

 

Daniel

 

<<<Spieleinführung (1): Überblick und Spielziel

<<<Spieleinführung (2): Spielmaterial und Vorbereitung

<<<Spieleinführung (3): Spielablauf in „Wochen“

 


Kommentare

  1. Steam Noir - » Spieleinführung (3): Spielablauf in „Wochen“ 17.12.2012

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  2. Steam Noir - » Spieleinführung (2): Spielmaterial und Vorbereitung 17.12.2012

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  3. Metrissimo 19.12.2012

    Wird die Unterstützungskarte offen ausgelegt, oder kann ich meine Mitspi8eler im Unklaren lassen, welche Fraktion ich unterstütze, also verdeckt ablegen?

  4. Daniel Danzer 19.12.2012

    Ups, sorry, steht das nicht drin? Da ist ein „verdeckt“ verschwunden 😉
    Man sucht eine Karte aus und legt sie verdeckt auf das Set. Am Ende des Monats dreht jeder seine oberste Karte um.



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