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Parteien (5/6): Die Frauen – Traum von Unabhängigkeit

„Was das Federkleid dem stolzen Pfau, ist jedem Mann die Ehefrau.“

Ganz nach dem Motto dieses alten Januskoogener Sprichworts gehört es zur Pflicht einer jeden Ehefrau, sich im Familienleben vor allem repräsentativen Aufgaben zu widmen und sich mit Hingabe für wohltätige Zwecke zu engagieren, um das gesellschaftliche Ansehen der Familie zu vergrößern. Um diese Anforderung angemessen zu erfüllen, sind neben der genauen Kenntnis der Etikette auch persönliche Tugenden wie Bescheidenheit und Anstand eine absolute Notwendigkeit. In vielen bürgerlichen Familien ist es zudem selbstverständlich, dass auch die Töchter eine höhere Schulbildung erhalten – schließlich soll eine Frau imstande sein, ihren zukünftigen Ehemann nicht nur mit strahlender Schönheit, sondern auch mit bestechender Klugheit zu beeindrucken.

Aber der Wunsch nach einer weltgewandten Frau an ihrer Seite kennt bei den Männern auch ganz klare Grenzen: In der Politik wollen sie Frauen nach wie vor nicht sehen, und öffentliche Posten bleiben weiterhin allein den Herren der Schöpfung vorbehalten. Auch innerhalb der Familie bleiben wichtige Entscheidungen ganz dem Mann im Haus überlassen.
Diese Ungerechtigkeit wollen sich immer mehr junge Frauen nicht länger gefallen lassen:
In lautstarken Protesten fordern sie, ihr Leben endlich ohne männliche Bevormundung gestalten zu können und wichtige Entscheidungen selbstständig treffen zu dürfen! Gesellschaftliche Anerkennung soll nicht länger von Heirat und der Erfüllung von Familienpflichten abhängen, stattdessen sollen eigene Leistungen in Studium und Beruf gewürdigt werden. Nur wenn sie ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen dürfen, eröffnet sich der Weg zu einem Zusammenleben von Mann und Frau auf Augenhöhe.


 

 



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